Die meisten Versicherten wollen in ihrer privaten Krankenversicherung bleiben.

Nur wenige Privatversicherte wollen „ganz bestimmt“ wechseln

Geringer als allgemein erwartet ist die Neigung von privat Versicherten, ihre aktuelle private Krankenversicherung wechseln zu wollen. So heißt es in einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der ERGO-Krankenversicherung und anderer Unternehmen.

Damit liegt die Quote derer, die bestimmt nicht wechseln wollen bei 80 Prozent. Lediglich 3,2 Prozent aller Privatversicherten wollen „bestimmt“ oder „wahrscheinlich“ in einen Vollversicherungstarif eines anderen Unternehmens wechseln. Daraus folgt, dass die meisten Versicherten mit ihrem Versicherungsunternehmen zufrieden sind.
Gerade mal neun Prozent erwägen, ihr Unternehmen zu verlassen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Diese Menschen sind noch unsicher, ob sie bei ihrer jetzigen Versicherung gut aufgehoben sind und wollen „vielleicht“ wechseln.

In jedem Fall zeigt die Umfrage, dass das Interesse am so genannten „Baisitarif“ gering ist. Denn nur drei bis vier Prozent der befragten Privatversicherten wollen „wahrscheinlich“ in den Basistarif des bisherigen oder eines anderen Unternehmens wechseln. Somit dürfte dieser Tarif eine Randerscheinung bleiben.

Diese Umfrage erfolgte vor dem Hintergrund, dass ab Januar 2009 Personen, die bereits privat versichert sind, die Versicherung wechseln und einen Teil der gebildeten Altersrückstellungen mitnehmen. Doch diese Chance ergibt sich nur für sechs Monate und die Wechselwilligen müssen dann zunächst für 18 Monate im Basistarif des neuen Unternehmens bleiben. Dieser Tarif, der etwa dem Leistungsumfang einer gesetzlichen Krankenkasse entspricht, muss allen Wechselwilligen angeboten werden, die Altersrückstellungen aus dem „alten“ Tarif mitnehmen wollen. Die Beiträge für eine solche Versicherung dürfen nicht höher sein als der Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung.

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