Altersvorsorge: früher Vogel fängt den Wurm

Es gelingt tatsächlich einigen wenigen jungen Menschen, sich vom Konsumwahn freizumachen und bereits in jungen Jahren mit einer klugen Altersvorsorge zu beginnen.

Damit am Ende des Berufslebens genug Geld zum Leben vorhanden und der Weg bis dahin lang und steinig ist, sollte auf eine breite Mischung und Streuung geachtet werden, um das Risiko zu minimieren und den Zinseszinseffekt voll auszuschöpfen. Denn nur wer früh genug mit seiner Altersvorsorge beginnt, profitiert vom so genannten Zinseszinseffekt.

Dazu gibt es mit Riester- und Basisrente attraktive Produkte am Markt, die vom Staat durch Zulagen und Steuervorteile gefördert werden und zudem eine hohe Sicherheit bieten.
Auch vermögenswirksame Leistungen bringen zusätzliche staatliche Förderungen, die für eine sinnvolle Altersversorgung eingesetzt werden können. Und nicht zu vergessen ist die Betriebliche Altersversorgung, die mittlerweile auch für Minijobber möglich ist.

Wer also bereits mit 25 Jahren seine private Altersvorsorge plant und 40 Jahre lang monatlich einen festen Betrag anlegt, erhält die wirklich großen Zinseszinsgewinne beim Endvermögen erst in den letzen 10 Jahren. Dabei ist die Anlageform, also ob Sparvertrag oder private Rentenversicherung, fast unerheblich.
Dennoch ist darauf zu achten, dass zu Beginn des Sparvorgangs höhere Risiken eingegangen werden können, weil diese einerseits höhere Renditen bringen – zum anderen ein etwaiger Verlust bis zum Ende der Arbeitszeit ausgeglichen werden kann, Augenmaß vorausgesetzt. Leider gibt es maximale Rendite ohne Risiko nicht gleichzeitig.

Am Ende des aktiven Berufslebens sollten Werte nur in sicheren Anlagen investiert werden. Das sind meist staatliche Papiere mit hoher Sicherheit und geringer Rendite. Doch wer zu hoch spekuliert und nur noch wenige Jahre bis zum Renteneintritt zu arbeiten hat, kann alles verlieren und hat dann keine Zeit mehr, diesen Verlust aufzufangen.

Bei der Mischung der Anlagen, insbesondere bei hochspekulativen Anlageformen wie Aktien, sollten man die folgende Faustregel befolgen: 100 minus Lebensalter gleich maximaler Aktienanteil. Wer also 55 Jahre alt ist, sollte noch maximal 45 Prozent seines Altersvorsorge-Portfolios in Aktien oder ähnlichen Anlageformen halten.

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