Alkohol am Steuer kann auch zu Rückforderungen der Versicherung führen

Was sie meisten nicht wissen: Auch bei grob fahrlässigem Verhalten wie fahren unter Alkoholeinfluss kann die Haftpflichtversicherung Geld zurück fordern.

Wer einen schönen Partyabend hinter sich hat und dabei Alkohol getrunken hat, sollte seinen fahrbaren Untersatz gleich welcher Art tunlichst stehen lassen. Er riskiert dabei nicht nur seinen Führerschein, sondern auch Ärger mit der Haftpflichtversicherung.

Hintergrund ist, dass KFZ-Haftpflichtversicherer im Falle grob fahrlässigen Verhaltens vom Schädiger einen Teil der Schadensumme zurückverlangen können. Das ist gerade bei Alkoholfahrten der Fall, wie das Landgericht Coburg in einer Entscheidung bekräftigt hat (AZ: 23 O 146/07).

Hintergrund dieser Entscheidung war ein alkoholisierter Fahrer, der eine ihm unbekannte Einbahnstraße in Schlangenlinien und in falscher Richtung befuhr, einem Poller ausweichen musste und dabei das Lenkrad verrissen hat. In der Folge kollidierte er mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und verursachte einen Schaden über mehr als 3.000 Euro.

Der Versicherer des alkoholisiert fahrenden Fahrzeughalters kündigte daraufhin den KFZ-Haftpflichtvertrag und forderte die gezahlte Summe vom Schädiger zurück. Die Summe lag unterhalb der Summe von 5.000 Euro, die der Versicherer maximal fordern kann.

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