Teleberatung im Dreivierteltakt

Wer glaubt, dass Teleberatung hypermodern ist, täuscht sich. Denn schon 2001, also noch zu Zeiten von ISDN, wurden die Grundlagen für diese Kommunikationsform gelegt, die heute aktueller ist denn je.

Mittlerweile gibt es immer mehr Gesellschaften, die ihre Informationen, Tarife oder Botschaften nur noch über die Teleberatung vermitteln. Das spart Zeit, Raum- und Fahrtkosten, weil die Kosten für das Seminar nur der Veranstalter trägt. Mittlerweile gibt es bereits Übersichten, welche Seminare abgehalten werden und welcher Referent sein Wissen preisgibt. Einer der Vorreiter der Prästentationstechnik von Bildschirm zu Bildschirm ist die Firma CSN aus Düsseldorf. Auf der NEWS-Seite kann der interessierte Fachmann (und natürlich auch die Fachfrau) seine Seminare auswählen und sich dabei sogar anmelden, ohne Kunde sein zu müssen.


Dirk Richtering vom Maklernetzwerk hat bereits über 3.000 Makler und Finanzdienstleister, die regelmäßig an hochkarätigen virtuellen Schulungen teilnehmen. Da wird von Rechtsanwalt Dr. Fiala über Recht informiert, von Peter Arndt über professionelle Maklerbetreuung, zur privaten Krankenversicherung berrichtet oder vielen anderen Themen.

Auch die Maklerexperten um Alexander von Dziengel herum, der sich über viele Jahre einen Namen als PKV-Profi sowohl im operativem Geschäft als auch als Senimarleiter gemacht hat, zeigen ihr Fachwissen über Teleberatung und wissen um die Bedeutung dieser Zeitersparnis. „Früher sind Teilnehmer sogar mit dem Flugzeug nach Frankfurt gereist, um an Veranstaltungen teilzunehmen“, sagt von Dziengel im Gespäch mit Maklermarketing.biz. „Heute bieten wir bequeme virtuelle Maklerveranstaltungen an, die unsere Teilnehmer besuchen können, ohne aus dem Haus gehen zu müssen.“

Und so wird es nicht mehr lange dauern, dass auch Versicherungsmakler und Finanzdienstleister die Teleberatung im Umgang mit ihren eigenen Kunden und Interessenten schätzen werden. Und dass diese Technik nicht nur preiswert und leicht zu bedienen ist, sondern dass der Kunde darüber hinaus auch ganz froh ist, keinen Vertreter auf seinem Sofa sitzen zu haben. Zudem lohnt es sich wegen margenarmer Sparten wie PHV, Hausrat oder KFZ lange nicht mehr, sich ins Auto zu setzen. Doch noch verfährt der Vertreter meist lieber teures Benzin als einen Kunden zu verlieren.

Die Softwarebranche hat bereits reagiert. So bietet die Firma acteam interNETional seit mehreren Jahren Verkaufs-Animationen an, die bei der Teleberatung eingesetzt werden können. „Sie zeigen die Wirkung der Inflation für die Altersversorgung oder die Wirkung von Progression in der Unfallversicherung„, so Thomas Koch, Versicherungsfachwirt und Geschäftsführer von acteam interNETional. „Damit erfüllen wir das Versprechen unserer Kunden gegenüber, die Monatsgebühren für solche Programmierungen einzusetzen, die sie im Vertrieb optimal einsetzen können“.

Nun bleibt nur noch abzuwarten, wann diese Technik breit gefächert Einzug in deutsche Wohnungen hält und die Straßen frei sind von Versicherungsvertretern.

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